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Unsere Konzeption für den Fachbereich Gerontopsychiatrie
Ausgangslage:
Die stationäre Altenhilfe ist mit einer stetig zunehmenden Zahl von hilfesuchenden Menschen mit vorwiegend dementieller
Problematik konfrontiert. Die bekannten Ausprägungen der Multimorbidität im
höheren Lebensalter werden durch die Phänomene Desorientiertheit und
Verwirrtheit entscheidend verschärft.
Somit stoßen die „klassischen“ Versorgungskonzepte der allgemeinen
Pflegeleistungen an ihre Grenzen, wenn dementielle Verhaltensauffälligkeiten
einen beschützenden Rahmen notwendig erzwingen.
Von einem z.B. situativ desorientierten Menschen kann keine auch noch so
stichhaltig begründbare Anpassungsleistung erwartet werden, wenn
grundlegende kommunikative Fähigkeiten und Kompetenzen, die der
Alltagsbewältigung dienen, erloschen oder verloren gegangen sind.
Unsere Aufgaben:
Eine sinnvolle gerontopsychiatrische Versorgung muss somit dem Prinzip der
„zwangfreien Umsorgung“ folgen und auf die wechselnden Befindlichkeiten der
Klienten flexibel reagieren können.
Die gesamte Prozessqualität des Fachbereichs Gerontopsychiatrie steht also
mit der konsequenten Realisierung des Gebotes der „Leistungsanpassung des
Dienstleisters, anstelle der Anpassungsleistung der Klienten“ in direktem
Zusammenhang.
Neben einer der Klientel zuträglichen äußeren Umgebung (behindertengerechte
Ausstattung, Orientierungshilfen, auf Sicherheit bedachte Wohnlichkeit)
steht die von der Fachkompetenz der Mitarbeiter getragene Organisation der
Arbeitsabläufe im Sinne einer bewohnerorientierten Milieugestaltung unter
Berücksichtigung beschäftigungstherapeutischer Inhalte und Verinnerlichung
der Validation (nach Naomi Feil) als Arbeitsstil im Zentrum unseres gerontopsychiatrischen Anforderungsprofils.
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